Lärmpegel
Lärmbewertung
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Lärm selbst kann nicht gemessen werden, sondern nur die physikalischen Bestandteile des Schalles können exakt definiert und die im menschlichen Organismus durch diesen Schall ausgelösten Wirkungen beschrieben werden.
Physikalisch handelt es sich bei Schall um mechanische Wellen, die sich im Raum ausbreiten. Der Schalldruckpegel wird in Dezibel (dB) gemessen und nach einer sogenannten Bewertungskurve A bewertet. Die A-Bewertung berücksichtigt die frequenzabhängige Empfindlichkeit des menschlichen Gehörs, denn die Schallwahrnehmung hängt nicht nur vom Schalldruck, sondern auch von der Tonhöhe, d.h. von der Schwingungsfrequenz der Schallwellen ab. Die Hörempfindlichkeit geht nicht in allen Frequenzbereichen mit dem physikalisch messbaren Schallpegel parallel. Um eine hörgerechte Schallmessung zu erreichen, wird das physikalische Messergebnis nach der Bewertungskurve A korrigiert. Der A-bewertete Schallpegel mit der Maßeinheit dB(A) stellt eine ausreichende Annäherung an die menschliche Lautstärkeempfindung dar. Die Hörfähigkeit des Menschen umfasst die Frequenzen von 16 Hz bis 16.000-20.000 Hz und die Schallpegel von 0 bis etwa 120 dB(A) (Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, Sondergutachten Umwelt und Gesundheit, S. 159, 1999). Schall wirkt unmittelbar auf das Ohr, indem das Innenohr durch die Schallenergie belastet wird. Durch übermäßige Belastung kann das Innenohr so geschädigt werden, dass eine Lärmschwerhörigkeit auftritt (Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, Sondergutachten Umwelt und Gesundheit, S. 159, 1999).
Tab. 1: Pegelbereiche für Lärm in der Umwelt dB(A)
| dB(A) | Beispiele |
| 0 | Definierte Hörschwelle |
| 10 | Blätterrauschen im Wald |
| 20 | Tropfender Wasserhahn |
| 30 | Flüstern |
| 40 | Brummen eines Kühlschranks |
| 50 | Leise Radiomusik, übliche Tagespegel im Wohnbereich |
| 60 | Umgangssprache, Pkw in 15 m Abstand |
| 70 | Rasenmäher, Schreibmaschine in 1 m Abstand |
| 80 | Pkw mit 50 km/h in 1 m Abstand, maximale Sprechlautstärke |
| 90 | Lkw-Motor in 5 m Abstand, Pkw mit 100 km/h in 1 m Abstand |
| 100 | Kreissäge, Lärm in einem Kraftwerk, Posaunenorchester |
| 110 | Propellerflugzeug in 7 m Abstand, Bohrmaschine, laute Diskothek |
| 120 | Verkehrsflugzeug in 7 m Abstand, Beginn der Schmerzgrenze |
| 130 | Düsenjäger in 7 m Abstand, Walkman Maximalbelastung, Schmerzgrenze |
| 160 | Gewehrschuss in Mündungsnähe |
(Rat von Sachverständigen für Umweltfragen, Sondergutachten Umwelt und Gesundheit, S. 158, 1999)
Die dB-Skala ist logarithmisch aufgebaut. Daher gelten für die Dezibel-Skala besondere Rechenregeln: erhöht man einen Schallpegel um 10 dB, so entspricht das einer Verzehnfachung der Schallintensität. Addiert man die Schallpegel, so ergeben 50 dB + 50 dB nicht 100 dB, sondern 53 dB: eine Erhöhung des Schallpegels um 3 dB entspricht einer Verdopplung der Schallintensität. Zu beachten ist, dass eine Verdopplung der Verkehrsmenge eine Zunahme von "nur" 3 dB(A) bedeuten kann. 1 dB(A) ist der gerade noch hörbare Unterschied im Lautheitsempfinden zweier Geräusche. Ein Unterschied von 3 dB(A) ist deutlich wahrnehmbar. Eine Pegelerhöhung von 10 dB(A) wird als Verdopplung des subjektiven Lautheitseindrucks wahrgenommen. Nach dem Fluglärmgesetz entspricht eine Erhöhung des Schallpegels um 4 dB einer Verdopplung der Schallintensität
(Quelle: Auszug aus: http://www.herasum.de/partner/fra_umweltamt/docs/flg1.1.htm)